Heute schlief Dinologastro bis fünf Uhr nachmittags. Niemand wollte ihn wecken.
Nach seinem Schlaf hatte sich Dinologastro - oh! - in einen Drachen verwandelt! Er änderte seinen Namen sofort in Drachologastro. (Das bedeutet auf Küchenlatein so viel wie "Drache großer Magen").
Übrigens hatten die Inselbewohnerinnen eine neue Quelle entdeckt! Und in dieser Quelle gab es von allem Nachschub, selbst von gestohlenen Hühnchen! Das freute Luzia natürlich besonders, da sie so nicht für ein neues Hühnchen bezahlen musste und sogar jederzeit noch viel mehr Hühner haben konnte.
"Wie wär's, wenn wir mal wieder zum Wundersee zu den Schwänen gehen?", schlug im Laufe des Tages Zara vor.
"Drachologastro wird sich mit ihnen besonders gut verständigen können", sagte Luzia froh und sah fragend in die Runde.
Alle waren mit Zaras Plan einverstanden.
Sie liefen ein Weilchen, dann waren sie auch schon da.
Oma Trauerschwan (die übrigens der einzige Trauerschwan unter den Schwänen war) hatte auf ihrer Seerosen-Küche bereits herrlich duftende Zimtschnecken vorbereitet. "Die sind für euch", sagte sie. Dann sah sie zu Stefan Schwan.
"Ach so", sagte der weiße Schwan. "Hier, ich hab für euch eine Flöte gemacht!" Er versuchte, Luzia die kleine Holzflöte mit dem Schnabel zu überreichen.
Luzia bedankte sich und fing sofort an, Musik zu machen.
"Gut", lobte Drachologastro (ehemaliger Dinologastro), "sehr gut, schön. Passt auch gut zu den Schwänen, die Musik."
Nach ein paar Minuten verabschiedeten sich die 7 Menschen der Insel von ihren Freunden, den Schwänen. Sie wanderten wieder in Richtung Zuhause, dort, wo auch der unendliche Schatz war.
Währenddessen senkte sich ein sternenklarer Nachthimmel über die Insel.
Als alle bereits schliefen, flog Drachologastro, der Drache, zum unendlichen Süßigkeitenschatz. Dort aß er sich erst mal satt und stillte seinen Hunger, den er während dem Besuch bei den Schwänen aufgebaut hatte. Dann kreiste er noch ein bisschen über die Insel, und flog dann hinweg über die Palmenwälder, die, wie schon bereits oft erwähnt, im Osten der Traum-Insel lagen. Er flog noch kurz zum Wundersee, um ihn und seine Bewohner (die nun schlafenden Schwäne) bei der Gelegenheit noch einmal zu betrachten und ließ sich kurz nieder. Drachologastro sah hinauf zum Sternenhimmel, an dem der Vollmond hell und weiß strahlte. Dann breitete er seine riesigen Drachenflügel aus und flog wieder los in Richtung Menschen.
Langsam verging die Nacht, und nach ein paar Stunden kitzelten die ersten Sonnenstrahlen Luzias Nasenspitze. "Guten Morgen", sagte Luzia laut, um die anderen zu wecken.
"Guten Morgen, Luzia", sagte Zara verschlafen und gähnte.
Sofie blinzelte schläfrig und rieb sich den Schlaf aus den Augen.
Anja war noch ganz schlaftrunken, als sie, die Augen nur halb geöffnet aus dem Bett kroch.
Nuya war sofort hellwach, wollte aber nicht aufstehen.
Elena und Ina kuschelten sich demonstrativ in ihre warmen weichen Decken und rollten und rekelten und wälzten sich hin und her, damit sie am Ende in ihren Decken wie Rolladen aussahen und niemand sie aus ihren Decken rauswickeln konnte.
So ging das morgens immer zu.
"Na gut, dann schlaft halt noch ein bisschen", sagte Luzia gnädig. "Ich werd' sowieso erst mal Frühstück machen. Mit den Sachen aus der Quelle!"
"Ich mache mit", entschied Drachologastro spontan. Gemeinsam liefen sie also zur Quelle.
Luzia machte leckere Brötchen und warf Drachologastro immer wieder ein paar Erdbeeren zu, welcher diese wiederum zerstampfte und die zerstampften Erdbeeren in ein Glas (es war ein Marmeladenglas) füllte. So produzierte er schnell und ohne sich groß bemühen zu müssen köstliche Erdbeermarmelade.
Nach flotten drei Minuten war das Frühstück nun schon fertig.
"Frühstück!", rief Luzia und klingelte mit einem Glöckchen, das sie durch einen glücklichen Zufall irgendwann irgendwo auf der Traum-Insel gefunden und für nützlich empfunden hatte.
Die Mädchen und zum Schluss Luzia und Drachologastro, der übrigens dadurch, dass er ein Drache, also ein magisches Fantasietier war, immer saubere Füße hatte und die Erdbeeren dadurch nicht schmutzig gemacht hatte, strömten einer nach dem anderen in den Essensraum.
"Mann, war das lecker", sagte Ina nach zwanzig Minuten und klopfte sich satt und froh auf den Bauch.
Elena nickte sehr heftig und leckte sich ebenfalls sehr, sehr zufrieden oder befriedigt (je nachdem, welches Wort man benutzen will) die Lippen.
Nach dem Essen liefen alle angeleitet von Luzia und mit Drachologastro als Schlusslicht zur neuen Quelle.
Luzia freute sich, dass sie sich dort ein neues Hühnchen holen konnte. Ja, Tiere konnte man sich da nämlich auch nehmen! Nach schon einer einzigen Sekunde hatte sie sich ihr tolles Ersatz-Hühnchen geholt! Alle waren nun beruhigt.
Ein paar Minuten später setzten sich Anja und Ina ins Gras und redeten fröhlich über dies und das (das heißt, alles, worüber eine frohe Traum-Insel-Bewohnerin plaudern kann) und Elena, Sofie, Zara und Nuya gingen mal wieder zur gemütlichen Lese- und Briefe-Ecke, wo Elena, Sofie und Zara es sich gemütlich machten, um Nuya zuzuhören, weil diese ihnen nämlich unbedingt ein Buch vorlesen wollte und daran auch nicht gehindert wurde. Luzia und Drachologastro wollten ein wenig Ruhe; deshalb setzte sich Luzia auf Drachologastros Rücken und los ging der entspannte Flug zum Wundersee. Als sie fertig damit waren, ihn zu bestaunen, wollten sie die Riesenschmettterlinge sehen, die nämlich eigentlich schon von ihrer Reise nach Amazonien (denn diesmal hieß das Land, das sie bereist hatten, Amazonien) zurück sein mussten. Und da sahen sie die großen bunten Gestalten auch schon auf die Traum-Insel zufliegen! Als sie ankamen, fragten sie sofort: "Welchen Begleiter hast du denn dabei, Luzia?"
"Das ist Drachologastro, der Drache. Er ist aus einem goldenen Dinosaurierei geschlüpft", erklärte Luzia fröhlich. "Zu seiner Geburt war er allerdings schon ein ausgewachsener Dinosaurier, müsst ihr bedenken. So groß wie jetzt war er da schon, nur dass er eben keine Flügel hatte und noch Dinologastro hieß."
"Hochinteressante Geschichten hast du da aus der Vergangenheit des geflügelten Dickhäuters, liebe Luzia", sagte Risotto, der Anführer der Riesenschmetterlinge, auf seine Art. "Wir allerdings auch! Und zwar aus Amazonien..."
Ein anderer Riesenschmetterling namens Falter erzählte eifrig weiter: "Wir Riesenschmetterlinge haben diese Reise nach Amazonien unternommen, weil dieses vielen unbekannte Land noch sehr wenig erforscht ist, und weil wir dort Gold und einen Riesendiamanten vermuten, einen Schatz von unermesslichen Wert, dessen Geschichte zwar nur wenig bekannt, dafür aber spannend und interessant ist: Vor vielen von hunderten von Jahren wurde dieser gigantische Edelstein von wilden Piraten mit Holzbeinen, Augenklappen und Goldohrringen nach Amazonien verschleppt. Nach weiteren hundert Jahren starben diese Piraten aus, nicht ein einziger von ihnen war noch da. Dann nach weiteren tausend Jahren, wohlgemerkt, tausend, nicht hundert, entdeckten die Funkelaugen-Affen den seltenen Stein und lagerten ihn in einem geheimnissvollen kleinen Raum in einer Tropfsteinhöhle, der geheim blieb, bis wir kamen. Wir fanden den Riesendiamanten tatsächlich! Erstaunlich, nicht wahr?"
"Selbstverständlich haben wir ihn auch mitgebracht", sagte Risotto stolz.
"Und was ist mit dem Gold?", fragte Luzia neugierig nach.
Falter gegann aufs neue zu erzählen: "Na ja, das haben wir in Amazonien auch gefunden. Bei diesem Gold ist die Geschichte übrigens eigentlich gleich, nur dass es nicht von den Funkelaugen-Affen, sondern von den Sumpflöwen verschanzt wurde. Das Gold haben wir übrigens auch mitgebracht, falls dich das interessiert. Allerdings stellt für uns nicht es, sondern der Riesendiamant unseren bisher größten Schatz dar."
Luzia nickte bedächtig. Den Bericht von Risotto fand sie hochinteressant.
Langsam bewegten sich alle in Richtung Wundersee.
Oma Trauerschwan hatte wieder lecker gebacken und Stefan Schwan und die anderen Schwäne schwammen mal wieder friedlich auf dem See herum.
"Guten Tag, ihr Schwäne. Wie geht's? Habt ihr schon Bericht von den Riesenschmetterlingen bekommen?", begrüßte Luzia die Schwäne, die alle bis auf die Schwanenküken, die graue flaumige Federn hatten, und Oma Trauerschwan, die alte prächtige schwarze Federn hatte, schneeweiß waren.
"Uns geht's gut. Und euch?", fragte Stefan Schwan zurück.
"Uns geht es auch gut", erwiderte Luzia. "Die anderen sind nicht mitgekommen; Drachologastro und ich wollten ein bisschen unsere Ruhe."
"Aha." Oma Trauerschwan nickte, was zu ihrem schwarzen, nun nicht mehr ganz so schillernden Gefieder und ihrem schwarzen Zwickel sehr weise aussah. "Übrigens, meine junge Freundin hat ein Küken bekommen!"
"Herzlichen Glückwunsch." Luzia schüttelte dem Schwanweibchen den Flügel. Es hieß Sigrid Schwan. Sigrid hatte ihr Küken Schwanilli genannt, da es vanilleweiß sein wird, wenn es erwachsen ist.
Langsam wanderten Luzia und Drachologastro in Richtung Kakteenhügel.
"Komm, lass uns wieder in die Geheimkammer gehen", schlug Luzia vor.
"Nein! Geht nicht und kommt auch nicht in Frage!", widersetzte sich Drachologastro kopschüttelnd. "Meine Flügel sind zu hoch! Letztes Mal musste ich schon meinen Kopf einziehen und sehr doll auf meine Balance achten, um nicht umzukrachen!"
"Na gut!" Luzia ging zu den Mädchen und lief mit ihnen den Geheimgang wieder entlang. Nach einer Stunde und einer Sekunde kamen Luzia, Zara, Anja, Sofie, Ina, Elena und Nuya mit dem Süßigkeiten-Globus wieder zurück.
Drachologastro, der treue Drache, wartete bereits auf seine menschlichen Freundinnen. "Da seid ihr ja wieder. Ich hab was für euch: uralte historische Münzen aus Amazonien. Die hab ich aus der neuen Quelle gefischt."
Luzia setzte sich ins Gras und erforschte die Münzen mit einer Lupe. "Ich glaube... Also... Nein... Äh... Ich sag mal so: Auf einer Münze ist ein Vogel abgebildet, der sehr stark an einen Schwan erinnert. Ich vermute, irgendwelche Menschen waren vor Jahrhunderten hier, sind dann aber nach Amazonien gegangen. Dort erinnerten sie sich dann irgendwann an die schönen Schwäne auf dem Wundersee und prägten Münzen, auf denen diese Schwäne zu sehen waren. Nach vielleicht ein paar Jahrtausenden gelangten diese Münzen dann durch einen unbekannten Weg wieder hierhin."
"Ja, ja", sagte Dinologastro. "Du hast wirklich alles bedacht und gut kombiniert." Dann fiel er in ein nachdenkliches Schweigen. Dann brach er es schließlich, indem er rief: "Was hält uns eigentlich davon ab, diesen geheimen Weg zu finden?"
"Ja, genau!", rief Luzia. "Gute Frage!"
Und so gingen alle zu Risotto, Falter und den anderen Schmetterlingen. Und sie hatten Glück: Risotto, der Anführer, kannte den geheimen Weg!
Der Flug über den weiten Ozean konnte beginnen! Das war ein Abenteuer!
Luzia und Zara saßen auf Drachologastros Rücken, Ina lag auf seinem Schwanz, der ungefähr genauso lang war wie sein Hals.
Elena und Sofie klammerten sich an den beiden Flügeln von Risotto fest, Anja tat das gleiche mit Falter. Nuya flog bei einem Riesenschmetterlingweibchen mit, das Schmetty hieß.
Risotto flog einen sehr langen und gefährlichen Weg entlang, und die anderen folgten ihm.
Die Reise ging über gigantische, weite, blaue Meere, hohe Berge, tiefe Täler, steile Abhänge, die höchsten Bäume, lange Steppen und Prärien, große gelbe Felder und besondere Wasserfälle.
Der Ozean war das gefährlichste: Es gab sehr starke Strömungen, die einen schon mit sich rissen, wenn man einen Meter von der Wasseroberfläche entfernt war, hoch springende blutrünstige Haie, die überall sein konnten und fuchsteufelswild nach einem schnappten, Winde, die sangen, oder solche Sachen eben.
Doch Risotto ließ sich von keiner der Gefahren ablenken und konzentrierte sich nur auf seinen Weg.
Nach etlichen Tagen und Nächten hatten sie ihr Ziel endlich erreicht: Amazonien. Mehrere Wochen verbrachten die Freunde in dem tropischen, unerforschten Land Amazonien, mitten im Regenwald. Während der Reise und dem Aufenthalt in Amazonien fanden sie viele Schätze. Drei Monate waren vergangen. Dann begann die abenteuerliche Rückreise...
Luzia und eine Gruppe von Mädchen bewohnen die supercoole Traum-Insel, die einem jeden Wunsch erfüllt. Sie reiten den Dino Dinologastro, bestehen ein stinkendes Abenteuer, finden in den Wolken einen Schatz und reisen mit Schmetterlingen...
Montag, 21. Oktober 2024
Kapitel 12: Die neue Quelle
Montag, 30. September 2024
Kapitel 10: Der Schatz wird unendlich
Sobald Luzias Finger die vergoldete Truhe berührten, wurde der Schatz unendlich. Es bildete sich ein wunderbarer süßer Duft und Luzia, Anja, Sofie, Nuya, Zara, Ina und Elena liefen mit der Truhe schnellstens wieder zurück. Als sie bei dem Loch, das entstanden war, als sie mit der Leiter auf dem Küstenmammutbaum auf Dinologastros Kopf hinauf auf die Wolken geklettert waren, sahen, stellte Luzia fest, dass sie die Leiter diesmal gar nicht brauchten. Dinologastro hatte es auch noch nicht zustande gebracht, den Küstenmammutbaum wieder auf seinem Kopf einzupflanzen. Also sprangen Luzia, Zara, Anja, Nuya, Ina, Elena und Sofie einfach nach unten und vertrauten auf ihr Glück, dass sie nicht allzu hart landen würden. Tatsächlich war der Aufprall ziemlich weich, genau gesagt, es gab sogar gar keinen, da sie im Wasser landeten. Der Duft der Truhe war übrigens ziemlich magisch, denn er bewirkte, dass die Truhe mit dem Süßigkeitenschatz aun der Wasseroberfäche blieb und somit auch Luzia, die die Truhe festhielt.
Sie erreichten das Festland. Nun waren sie wieder auf der Traum-Insel, undzwar sogar noch dazu mit der Truhe mit dem unendlich gewordenen Schatz aus Süßigkeiten.
Dinologastro hatte schon auf Luzia, Nuya, Zara, Anja, Sofie, Elena und Ina gewartet und konnte es kaum erwarten, die Truhe zu öffnen und den Duft, der ihr entströmte, tief einzuatmen.
Als die sechs (nun wieder Inselbewohnerinnen) endlich bei ihm waren, sprang er freudig auf sie zu und öffnete sofort die Truhe. Ohne zu fragen fraß er daraus. Er fraß und fraß und konnte sich fast gar nicht mehr stoppen, zu fressen. Schließlich war er aber so satt, dass er schon ganz träge war und sich kaum noch vom Fleck bewegen konnte.
Zum Glück war der Süßigkeitenschatz unendlich geworden, sonst wäre möglicherweise gar nichts mehr übriggeblieben für Luzia, Nuya, Zara, Anja, Sofie, Ina und Elena.
Als Dinologastro wieder einigermaßen beweglich war, scheuchte Luzia ihn schnell in eine Ecke, um auf keinen Fall wieder in eine eklige grün-braune Stinkewolke zu geraten. Erstaunlicherweise furzte Dinologastro seit seinem riesigen gigantomanischen Furz im Herbst gar nicht mehr. Oder doch?
PUPS!
Schon hörte man doch noch einen Furz von Dinologastro... Den ersten. Es folgten nämlich noch viele weitere, die mindestens genauso stark stanken.
Ina und Elena kicherten und alle entfernten sich ein wenig von Dinologastro, um bloß nicht noch mal in ein Stink-Malheur gestürzt zu werden und ungestört die Köstlichkeit der Süßigkeiten genießen zu können.
"Echt lecker! Von diesem Ort will ich nie wieder weg!", gab Zara zu und stopfte sich noch zehn Gummibärchen in den sowieso schon sehr, sehr vollen Mund. Dann war er randvoll und würde gleich platzen, wenn sie noch etwas in ihn hineintun würde. Deshalb kaute sie erstmal ordentlich. Als wieder ein kleiner Platz in ihrem Mund frei war, füllte sie sofort den Gummibärchenspiecher wieder auf und stellte so wieder die perfekte Balance aus allen möglichen leckeren Süßigkeiten in ihrem Mund wieder her.
"Mmm, ja, ich gebe dir total Recht, ich will hier auch echt nie wieder weg!", nuschelte Ina und katapultierte noch eine Hand voll Schokomandeln in sich hinein. Die Schokomandeln mochte sie nämlich am allermeisten.
"Vor allem der Geschmack hat seine Vorteile", stimmte Elena zwei Kaubonbons kauend zu, während sie sich noch einen dritten aus der Truhe nahm.
Nuya aß richtig, richtig schnell sehr viele wohlschmeckende unalkoholische Pralinen und schloss immer wieder genießerisch die Augen. Ab und zu schlang sie auch das ein oder andere leckere Lachgummi in sich hinein.
Anja lutschte eine Zuckerstange und Sofie einen Erdbeerlolli. "Köstlich", sagte sie schließlich. "Echt super, super lecker. Und das liegt an Ina, weil sie Dinologastro den Schlafplatz aus Luzias Hühnchen gemacht hat, und auf diesem Schlafplatz ist die Schatzkarte erschienen." Sie klopfte Ina immer noch an ihrem Lolli lutschend und sehr anerkennend auf die Schulter.
Ina grinste von Ohr zu Ohr.
Als Nuya irgendwann so schnell so viele Pralinen gegessen hatte, dass die Schatztruhe mit dem Nachproduzieren gar nicht mehr hinterherkam und schon ziemlich überarbeitet war, lief Sofie bereits schon zum zweiten Mal zum Apfelbaum, um seine Äpfel zu pflücken.
Elena lief zu Dinologastro, der inzwischen eingeschlafen war und laut und friedlich schnarchte. Wenn er atmete, zog sich sein Bauch leicht zusammen und wölbte sich dann wieder.
Elena betrachtete das schlafende, große Tier und dachte sich: Wie süß Dinosaurier doch sein können. Dann streichelte sie über seine dicke, grüne, schuppige Haut. Schnell lief sie wieder zu den anderen.
Gerade verteilte Sofie die Äpfel, die nun eigentlich gar keine richtigen Äpfel waren, sondern Zuckergussäpfel. Zwar essen die normalen Leute diese Speise eigentlich normalerweise eher im Winter oder allgemein in der kälteren Jahreszeit, aber auf der Traum-Insel gab es eben einfach immer alles, und das war auch gut so, denn das machte sie so wundersam.
Luzia schmunzelte. "Noch was dazu! Das ist heute ja der tollste Tag des Jahres!", sagte sie.
💟
Sonntag, 29. September 2024
Kapitel 9: Auf den Wolken
Luzia saß im Rasen und blickte in den Himmel. Wie viele Planeten es gab, und doch nur eine einzige Traum-Insel im Universum.
Es war Abend. "Seht euch das an", sagte Luzia und zeigte auf die am Himmel vorbeiziehenden goldenen und violetten Wolken.
"Cool", murmelte Nuya sehr beeindruckt.
"Meine und Sofies Mutter hat mal gesagt, dass, wenn es diese Wolken gibt, morgen supergutes Wetter ist", erzählte Anja.
"Also ich hab gehört, dass dann am nächsten Tag wechselhaftes Wetter ist", sagte Zara. Kaum hatte sie diesen Satz ausgesprochen, kam Dinologastro mit einer Schatzkarte im Maul. "Ich habe auf meinem Schlafplatz zufällig diese Schatzkarte gefunden!", sagte der Brachiosaurus aufgeregt. "Ihr müsst auf meinem Kopf einen Küstenmammutbaum pflanzen, das ist der höchste Baum der Welt, und auf dem Küstenmammutbaum eine ganz hohe Leiter befestigen. Ich werde meinen Hals ganz hoch strecken. Ihr müsst über meinen Schwanz und meinen Rücken bis ganz nach oben auf meinen Kopf und von da aus auf den Küstenmammutbaum und vom großen Küstenmammutbaum aus auf die Leiter und von der Leiter aus auf die Wolken klettern. Auf den Wolken angekommen müsst ihr die Schatzkarte ausbreiten und gucken, wohin ihr laufen sollt. So finden wir einen Schatz, der auf den Wolken ist. Los!"
Nach drei Wochen enorm beschleunigten Wachstums des Küstenmammutbaums konnte es losgehen.
Die große Kletterei begann. Allen voran kletterte Luzia bis auf den Kopf von Dinologastro. Dort wartete sie auf die anderen. Als alle bei ihr angekommen waren, kletterte sie zuerst auf den Küstenmammutbaum, dann auf die Leiter und dann schließlich auf die Wolken. Sie fühlten sich weich wie Zuckerwatte an und... ja, tatsächlich, sie bestanden wirklich aus Zuckerwatte! Die anderen folgten ihr in folgender Reihenfolge: Zara, Elena, Ina, Sophie, Anja, Nuya.
Dreißig mal blickte Dinologastro nach oben. Es war so schade, dass er nicht mitkommen konnte. Aber er war einfach zu schwer, da konnte er allein nichts machen. Schließlich, als der letzte Fuß auf den Wolken verschwunden war, seufzte er, warf die Leiter auf seinem Kopf ab und pflanzte den Küstenmammutbaum so gut er konnte mit seinen großen Dinosaurierfüßen ein.
Luzia breitete die Schatzkarte aus.
Die Inselbewohner (jetzt Wolkenbesiedler) liefen den Schwebeschwadenweg entlang und gelangten zur Info. (Info ist die Abkürzung von Informations-Station). Dort fand Elena heraus, dass der Schatz etwas buntes war, das aus vielen Dingen bestand. Das war eine wichtige Information, die sich alle gut merken mussten. Luzia merkte sich zusätzlich, dass man sich in der "Spirale" leicht verirren konnte und Zara merkte sich, dass man unter dem "Großen Bauwerk", das eine Schildkröte darstellte, hindurchschlüpfen musste.
Nun folgten alle dem Luftweg, der zum Wolkenberg führte. Sie mussten mühsam über den großen weichen Berg klettern und gut aufpassen, dass sie nicht in ihm versanken. Schließlich kamen sie beim Spiral-Pfad an. Den liefen sie auch noch entlang. Als sie nun schließlich in der Spirale angekommen waren, mussten sie höllisch aufpassen und höchstkonzentriert sein. Da sich alle gut konzentrieren konnten, kamen sie alle unbeschadet wieder heraus. Als sie alle aus der Spirale herausgekommen waren, mussten sie erstmal stehen bleiben, kurz durchatmen und sich den Schweiß von der Stirn wischen, der sich gebildet hatte, als sie so konzentriert gewesen sind. Sie wollten gerade weitergehen, da merkten sie, dass Nuya fehlte. Und da hörten sie ihre Schreie. Sie hatte sich tatsächlich verirrt und schrie nach Hilfe. Sofort eilten die sechs ihr zu Hilfe. Als sie sie irgendwo im Kern der Spirale auffanden, war sie vom Kreischen schon völlig außer Atem und konnte nicht mehr. Sie taumelte zu ihnen und stützte sich auf ihre sechs Freundinnen. Sie überließ ihnen die Anstrengung und Konzentration. Luzia, Zara, Anja, Sofie, Ina und Elena mussten feststellen, dass sie für ihre Verhältnisse erstaunlich schwer war. Doch daran durften sie jetzt nicht denken, jetzt ging es um Konzentration! Hochkonzentriert gingen sie weiter, ohne sich zu verirren. Zum Glück war dann die Spirale vorbei und sie legten sich alle erstmal auf die Zuckerwatte-Wolken. Vor allem für Nuya war diese Verschnaufpause enorm wichtig, fand Luzia.
Nuya machte sich sofort breit und ruhte sich aus. Die anderen legten sich neben sie. Als alle wieder richtig fit und voller Energie und Motivation waren, stapften sie den Rauschewindweg entlang, bis sie das Große Bauwerk erreichten. Stundenlang liefen sie durch einen langen Tunnel. Als sie wieder am Tageslicht waren, liefen sie den Höhlenschauerpfad entlang und kamen schließlich in eine Höhle aus Wolken. Sie war das Ziel. Da, die sieben fanden ja wirklich einen Schatz! Einen richtigen bunten Süßigkeitenschatz!
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Kapitel 12: Die neue Quelle
Heute schlief Dinologastro bis fünf Uhr nachmittags. Niemand wollte ihn wecken. Nach seinem Schlaf hatte sich Dinologastro - oh! - in einen ...
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Es war einer von den seltenen Tagen, an denen Luzia richtig schlechte Laune hatte. Den ganzen Tag schon suchte sie ihr geliebtes kleines Hüh...
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Es war der erste August. Heute saßen alle mit ernster Miene um das große, golden schimmernde Ei herum versammelt. Es war eine wichtige Bespr...
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Vorwort Kapitel 1: Der Frühling ist da! Kapitel 2: Sommer = Sonne, Strand... Kapitel 3: Abends Kapitel 4: Besuch! Kapitel 5: Der Dinosaurier...
